I2: Diagnose und individuelle Förderung in der fachdidaktischen Ausbildung erlernen

Zukünftige MINT-Lehrkräfte müssen auf die besonderen Bedingungen einer unterrichtspraktischen Diagnostik und auf die damit verzahnte individuelle Förderung von Schülerinnen und Schülern vorbereitet werden. Sie müssen sowohl Lernschwierigkeiten als auch Lernstärken diagnostizieren und individuelle Förderkonzepte entwickeln können, um eine bestmögliche Förderung der einzelnen MINT-Kompetenzen zu erzielen.

In Veranstaltungen mit fachdidaktischem Schwerpunkt werden gemeinsam mit Studierenden erstens bestehende diagnostische Verfahren und vorhandene Konzepte für eine individuelle bzw. leistungsdifferenzierte Förderung von Schülerinnen und Schülern mit Lernschwierigkeiten oder Lernstärken geprüft. Zweitens werden neue Verfahren und Konzepte entwickelt, die als konkrete innovative Impulse in Schulen erprobt und verbessert werden. Der Fokus liegt hierbei einerseits auf dem Fach Mathematik in der Primarstufe (Grundschulen und Förderschulen mit dem Förderschwerpunkt Lernen) und andererseits auf den Naturwissenschaften (Schwerpunkt Biologie und Chemie) und der Informatik in der Sekundarstufe I.

Für die Primarstufe wird die Förderung lernschwacher Schülerinnen und Schüler im Mittelpunkt stehen, so dass durch eine erhöhte Diagnose- und Förderkompetenz der zukünftigen Lehrkräfte Lernschwierigkeiten in Mathematik vorgebeugt werden soll. Für die Sekundarstufe I werden alltagstaugliche Instrumente zur Diagnostik und geeignete Fördermaßnahmen in universitären Lehrveranstaltungen entwickelt und an Schulen evaluiert. Dieses trägt sowohl zur Weiterentwicklung der Diagnose- und Förderinstrumente selbst als auch zur Professionalisierung der zukünftigen Lehrer und Lehrerinnen bei.

Ansprechpersonen: Prof. Dr. Graf (Biologie), Prof. Dr. Melle (Chemie), Prof. Dr. Moser Opitz (Rehabilitationswissenschaft), Prof. Dr. Nührenbörger (Mathematik), Prof. Dr. Selter (Mathematik), Prof. Dr. Wember (Rehabilitationswissenschaft), Prof. Dr. Vahrenhold (Informatik)