I3. Diagnose und individuelle Förderung in der schulpraktischen Ausbildung erproben

Durch die Maßnahme I3 erfolgt der schulpraktische Schritt der Professionalisierung. Dazu wird exemplarisch der Fokus auf eine spezifische Schülerschaft, nämlich Schülerinnen und Schüler mit nichtdeutscher Muttersprache (und Deutsch als Zweitsprache) gelegt. Am Beispiel des bildungspolitisch und unterrichtlich wichtigen Handlungsfeldes „Fachliches Lernen in der Zweitsprache“ werden Konzepte entwickelt, um unterrichtspraktische Aspekte von Diagnose und individuelle Förderung in eine solche Ausbildung einzubeziehen.

Diagnose und Förderung der deutschen Sprache bei Schülerinnen und Schülern nicht-deutscher Muttersprache ist eine zentrale Aufgabe; daher schreibt das neue Lehrerausbildungsgesetz in Nordrhein-Westfalen für alle Fächer entsprechende Ausbildungsanteile fest. In der Maßnahme soll die Entwicklung eines schulpraktischen Ausbildungsmoduls eng verknüpft werden mit interdisziplinär angelegten handlungsforschenden Entwicklungsmaßnahmen zur Diagnose und Förderung sprachlicher Kompetenzen nicht-deutscher Muttersprachler. Exemplarisch für alle MINT-Fächer wird für das Fach Mathematik in Zusammenarbeit mit dem Bereich Deutsch als Zweitsprache ein interdisziplinäres schulpraktisches Ausbildungsmodul entwickelt, in dem sich Studierende linguistische und fachdidaktische Grundlagen eng verknüpft mit entsprechenden schulpraktischen Erkundungen und Fördermaßnamen aneignen können. Aufbauend auf systematisch angebotenen linguistischen Grundlagen zur funktionalen Zweisprachigkeit sowie zu Potenzialen und Schwierigkeiten von Zweitsprachenlernenden in der Fachsprache Mathematik werden gemeinsam mit den Studierenden fach- und jahrgangsspezifische Diagnoseinstrumente zur Erhebung der Potenziale und Schwierigkeiten bei fachsprachlicher Sprachrezeption und -produktion entwickelt und genutzt.

Ansprechpersonen: Dr. Meyer (Mathematik), Prof. Dr. Prediger (Mathematik), Dr. Özdil (Deutsch als Zweitsprache), Dr. Seipp (Zentrum für Lehrerbildung), Dr. Winters-Ohle (Dortmund steht zur Sprache e. V.)