Grußwort des Geschäftsführers der Deutsche Telekom Stiftung

Dr. Ekkehard Winter

Geschäftsführer Deutsche Telekom Stiftung

In einer von Wissenschaft und Technik geprägten Welt ermöglicht wissenschaftliches Verständnis Teilnahme und Teilhabe. Dieses Verständnis wird nur dann erreicht, wenn junge Menschen eine gute und fundierte Ausbildung in den MINT-Fächern erhalten. MINT-Kompetenzen werden also immer weitergehender Bestandteil dessen, was man kulturelle Grundkompetenzen nennen könnte. Insofern muss gerade eine Technologienation wie Deutschland für hervorragend ausgebildeten MINT-Nachwuchs sorgen und das Bildungssystem entsprechend ausrichten.

Nun belegen Studien wie PISA, dass das deutsche Bildungssystem immer früher immer mehr Schülerinnen und Schüler für diese Kompetenzen verliert. Abhilfe können wir hier nur mit hervorragend ausgebildeten Lehrkräften in den MINT-Fächern schaffen. Denn es sind neben den Eltern vor allem die Lehrkräfte in den mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächern, die die Grundlagen dafür legen, dass MINT-Kompetenzen erworben und entwickelt werden, dass die Motivation an den MINT-Fächern erhalten bleibt und dass sich Schülerinnen und Schüler als in den MINT-Fächern kompetente Personen wahrnehmen.

Die Verantwortung für die Ausbildung der Lehrkräfte liegt bei den Hochschulen und viele haben heute schon erkannt, dass der Exzellenz in der Lehrerbildung mindestens ein ebenso hoher Stellenwert gebührt wie der Exzellenz in Forschung und Lehre. Gerade diese positiven Beispiele in der deutschen Hochschullandschaft unterstützt die Deutsche Telekom Stiftung mit zahlreichen Vorhaben im Bereich der MINT-Lehrerbildung. Die Technische Universität Dortmund ist eine dieser Hochschulen.

Die TU hat auch an unserem Wettbewerb für Hochschulen, die MINT-Lehrer ausbilden, teilgenommen und sich mit einem sehr anspruchsvollen Ansatz beworben. Mit großem Erfolg! Das Konzept mit dem Schwerpunkt „Diagnose und individuelle Förderung (DiF)“ ist als Sieger aus dem Wettbewerb hervorgegangen. Es greift einen relativ neuen und zentralen Punkt erfolgreicher Lehr-/Lernprozesse auf: die individuellen Lernstände von Kindern zu erkennen und weiterzuentwickeln, ist ein wesentlicher Gelingensfaktor für erfolgreichen Unterricht. Das gilt sicher besonders für die MINT-Fächer.

Die Zielsetzung des Projekts „dortMINT“ ist also ehrgeizig, aber ich bin sicher, wir werden eine gelungene Umsetzung sehen. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit und wünschen allen Beteiligten ein gutes Gelingen.