Wissenschaftliche Begleitforschung durch das Institut für Schulentwicklungsforschung

Das Institut für Schulentwicklungsforschung (IFS) der TU Dortmund ist zuständig für die wissenschaftliche Begleitforschung des Projektes dortMINT. Ziel ist es dabei, die Entwicklung verschiedener Bereiche der professionellen Handlungskompetenz der angehenden MINT-Lehrkräfte zu erfassen. 

Das Konstrukt der professionellen Handlungskompetenz von Lehrenden wird ausdifferenziert in die beiden Bereiche Wissen sowie Überzeugungen und Einstellungen mit jeweils weiteren Subkategorien. So sollen die MINT-Studierenden im Wissensbereich hinsichtlich ihres Fachwissens, ihres fachdidaktischen Wissens mit dem Schwerpunkt „Diagnose und individuelle Förderung“ sowie ihres pädagogischen Wissens getestet werden. Sowohl aus theoretischer als auch empirischer Sicht der Lehrerforschung hat sich die Typologisierung in Fachwissen, fachdidaktisches Wissen und allgemeines pädagogisches Wissen vielfach bewährt und bildet die Grundlage professionellen Wissens. Darüber hinaus werden Überzeugungen und Einstellungen der Studierenden erfasst, denen im Rahmen der professionellen Handlungskompetenz handlungsregulierende Funktionen zukommen: Dazu gehören epistemologische Einstellungen, lehr- und lerntheoretische Überzeugungen sowie Selbstwirksamkeitsüberzeugungen und verschiedene Facetten des Selbstkonzepts der Studierenden. 

Das Design der Begleitforschung ist längsschnittlich angelegt, wobei die Mathematikstudierenden jeweils in der Anfangsphase ihres Studiums und zu zwei weiteren Messzeitpunkten getestet werden, sodass mögliche Entwicklungstendenzen ihrer professionellen Handlungskompetenz erkennbar werden. Gleichzeitig finden in den überfachlichen Bereichen jährlich Querschnittsuntersuchungen statt. 

Die Erhebungen finden mit (teil-)standardisierten Fragebögen statt. Die zugrundeliegenden Instrumente zur Erfassung der einzelnen Facetten professioneller Handlungskompetenz beruhen teils auf Eigenentwicklungen und teils auf bereits bestehenden und in empirischer Hinsicht vielfach bewährten Skalen.

Ansprechperson: Prof. Dr. Bos (Institut für Schulentwicklungsforschung)